Erstes Hessisches                             Jugendwaldheim                                   

                                                      

 

 

Wir über uns 

 

Gelände des Jugendwaldheims


 

Das Erste Hessische Jugendwaldheim -Kurt Seibert- ist eine wald- und umweltpädagogische Einrichtung für Schülerinnen und Schüler aller Alters- und Bildungsstufen. Auch die Kleinen aus Kindergarten und Vorschule sind herzlich willkommen. 

 

 

Natur hautnah erleben

 

Unser Motto -Wald erleben - Natur verstehen- beschreibt den Kern erfolgreicher Waldpädagogik. Die Schüler-/innen  können Zusammenhänge der Natur nirgendwo besser erleben und begreifen, als in der Natur selbst. Das Erste Hessische Jugendwaldheim existiert seit 1970. Lange, bevor der Begriff Waldpädagogik im heutigen Sinn geboren wurde. Ein Biologieunterricht in einem Klassenzimmer vermag theoretisches Wissen zu vermitteln, aber er wird niemals die Liebe zur Natur wecken können. Dazu müssen die Schüler-/innen  ihre Umwelt riechen, fühlen und visuell wahrnehmen. Sie müssen sie hautnah mit allen Sinnen erleben!   

 

Im Folgenden wollen wir Ihnen die im Ersten Hessischen Jugendwaldheim praktizierte Waldpädagogik etwas näher erläutern:

 

 

Im Informationszentrum

 

Die starke Bevölkerungszunahme in Verbindung mit der Industrialisierung und Verstädterung, der Technisierung unseres Alltags sowie einer gewaltigen Zunahme des Verkehrsaufkommens, haben im letzten Jahrhundert eine starke Naturentfremdung bei den Kindern und Jugendlichen bewirkt.  In unserer Zivilisation sind uns der Kontakt und der Bezug zur Natur weitestgehend verloren gegangen. Die Möglichkeiten, den Wald bewusst mit den Tieren und Pflanzen in freier Natur zu erleben, Naturlaute zu hören und Stille zu erfahren, sind selten oder sogar unmöglich geworden. Diesen Kontaktbezug gilt es wieder herzustellen.

 

Teamarbeit steht im Vordergrund

 

Wir im Ersten Hessischen Jugendwaldheim - Kurt Seibert - versuchen diesen folgenschweren Begleiterscheinungen entgegenzuwirken, indem wir möglichst viele erlebnis- und waldpädagogische Gegengewichte aufbauen. Die Natur muss wieder bewusst werden, muss wieder Lebens- und Erlebnisraum werden. Hierbei sprechen wir hauptsächlich die stark erlebnisfähige und wirksame Entwicklungszeit der Kindergartenkinder, Schulkinder und der Jugendlichen an. Das heißt, es werden im Lebensraum Wald Erlebnissituationen geschaffen und für die Kinder und Schüler erlebbar gemacht. 

 

Die Förderung der sinnlichen Wahrnehmung nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Bewusstes Hören, Beobachten, Tasten, Riechen und Schmecken vermitteln in spielerischer Form Eindrücke und Ersterlebnisse im Wald und Kenntnisse über die Natur.  

 

 

Das Informationszentrum


 

So können die Kinder und Jugendlichen in einer naturnahen Umwelt Erlebnisse und Erfahrungen sammeln. In der Umwelterziehung und Umweltbildung, wie sie hier bereits seit der Eröffnung praktiziert wird, sind die Umweltspiele miteinbezogen und zu einem festen Bestandteil geworden. Alle Naturerfahrungen werden hier vor allem an positiven Beispielen im Wald erlebt. Es finden sich Anleitungen zur wald- und naturpädagogischen Erschließung verschiedener Lebens- und Erlebnisräume wie Wald, Wasser, Nacht etc.. Das Naturerleben an außerschulischen Lernorten und die spielerische Umwelterfahrung in der Klassengemeinschaft, die Gespräche über das Erlebte, Planungen, Machbares und Vermeidbares auf der Basis konkreter Situationen – all dies soll hier als „erlebbare Umwelterziehung“ verstanden werden.

 

Spurenkunde im Infozentrum

 

Spielen in der Umwelterziehung ist immer auch mit Lernen verbunden und soll Verhaltensänderungen bewirken. So können Spiele zur Natur- und Umwelterfahrung zur Entwicklung einer harmonischen Beziehung zwischen Mensch und Natur beitragen. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass die oben beschriebenen, s.g. "naturentfremdeten" Schüler innerhalb kürzester Zeit für das Thema Wald, die verschiedenen Lebensräume sowie deren Bewohner zu begeistern sind. Je früher hier pädagogisch eingegriffen wird, desto leichter und vor allem nachhaltiger lässt sich eine Sensibilsierung der Schülerinnen und Schüler für die Natur erreichen.

 

 

Mitgefühl durch Interesse

 

 

Wir versuchen den Schülern den Wald, als unsere Lebensgrundlage, in den folgenden 3 Schritten näher zu bringen:

 

  1. Als ersten Schritt versuchen wir bei den SchülerInnen durch das Aufzeigen von Beobachtungs-, Handlungs- und Entdeckungs-möglichkeiten ein grundsätzliches Interesse für den Wald und die Natur zu wecken.
  2. Aufbauend vermitteln wir dann den SchülerInnen ein "Basiswissen" über den Wald, seine Funktionen und seine Bewohner.
  3. Die Umsetzung des vermittelten Wissens durch Aufgaben und Spiele - also Spaß - vertieft die vorangegangenen Schritte  Das Wissen soll vor Ort gleich praktisch umgesetzt werden können und genügend Spielraum für den eigenen Entdeckergeist der Schülerinnen und Schüler lassen. 

 

 

Im Schul- und Lehrwald


 

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